Das „Château Schlossberg“

Das Forbacher Schloss verdankt seinen Namen dem Hügel, auf dem es errichtet wurde, nämlich dem Schlossberg, der die Stadt Forbach weit überragt.
Arnold VI von Sierck, ein Vertrauensmann des Herzogs von Lothringen, René d‘Anjou, erwarb die Burg, befestigte und vergrößerte sie.

Um den Schutz des Baus zu verstärken, ließ er ein zusätzliches Tor errichten (heute: das dritte Tor), ebenso den heute noch existierenden Turm und die Stallungen.

Sicht vom Burghof auf den Turm des Schlosses

Sicht vom Burghof auf den Turm des Schlosses

Auch das Forbacher Schloss fiel dem Dreißigjährigen Krieg zum Opfer. Am 14. September 1634 erteilte König Ludwig XIII über einen Mittelsmann des Armee-Marschalls den Befehl, die Anlage zu schleifen, lag sie doch in einem Verbund von Burgen, von denen Ludwig annahm, dass von ihnen eine Gefahr für den Fortbestand Frankreichs in Lothringen ausgehen würde.

Anfang des Jahres 1635 waren von der Burg nur noch Ruinen übrig geblieben.
In der Französischen Revolution benannte Pierre Ney den Schlossberg zum „Berg der Brüderlichkeit“ um, und die Überreste der alten Burg dienten vielen als Baumaterial für neue Häuser.

In der Folgezeit wechselte das Gelände mehrmals den Besitzer. Schließlich wurde es von Gustave Adt, einem bedeutenden Industriellen in der Region, erworben, der auf dem Schlossberg archäologische Ausgrabungen vornahm.
Heutzutage ist der Turm auf dem Schlossberg das Wahrzeichen der Stadt Forbach.

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Dieser achteckige Bau mit einer Höhe von fast 28 Metern wurde 1891 von dem deutschen Architekten Paul Tornow auf historischen Überresten errichtet, allerdings nicht an der Stelle des ehemaligen Bergfrieds, sondern dort, wo einstmals der „Rote Turm“ stand, ein runder Eckturm mit Blick auf die Saar.

Aus diesem Grund wird der Schlossberg-Turm manchmal auch „Turm Saareck“ genannt.

Während der Zeit der Annektierung erfuhr der Turm eine Reihe von architektonischen Verschönerungen, die von den Nachkommen von Pierre Adt, der sich nach Pont-à-Mousson zurückgezogen hatte, beauftragt wurden. Die Fabrikantenfamilie besaß das damals in Forbach ansässige Kartonagenwerk.
Schäden durch die Angriffe im Zweiten Weltkrieg ließen den Turm so marode zurück, dass er der Witterung auf Dauer nicht mehr standhalten konnte. So wurde er in den Fünfzigerjahren im Rahmen des Wiederaufbaus restauriert.

Wenn Sie an einer Besichtigung des Turms Interesse haben, setzen Sie sich mit den Tourismusbüro („Office de tourisme“) von Forbach in Verbindung. Hier erfahren Sie die Öffnungszeiten und erhalten weitere Informationen:

Office du Tourisme de Forbach
Château Barrabino
Avenue Saint-Rémy
57600 Forbach
03 87 85 08 39

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